Restrukturierung bringt Wachstum und Organisation in Einklang

Wenige Wettbewerber und Kunden mit steigendem Investitionsbedarf: Diese idealen Voraussetzungen, um kräftig zu expandieren, nutzte ein Pressenbauer seit Langem bestens. Das Unternehmen wuchs stark, allerdings so schnell, dass interne Prozesse nicht mithalten konnten. Dadurch geriet das erfolgreiche Unternehmen unter Ertragsdruck. MPower restrukturierte mehrere betriebliche Bereiche, sodass innerhalb nur eines Jahres die branchenübliche Rendite wieder erreicht wurde.

Das Unternehmen entwickelt und erstellt maßgeschneiderte Pressen und Automatisierungslösungen für seine Zielkunden. Seit der Gründung vor circa zwanzig Jahren stiegen die Umsätze des Mittelständlers stetig, doch daran wurden die Organisation und vor allem das Controlling nicht systematisch angepasst. Die Folge: Es fehlte an Transparenz, sodass Mängel zu spät entdeckt wurden, die die Rentabilität schmälerten, beispielsweise zu hoher Personalaufwand bei zu niedriger Wertschöpfung.

Probleme bei Produktion, Controlling und Vertrieb
Reklamationsfälle durch unklare Führung, fehlendes Fachpersonal und zu lange Abstimmungswege waren nur einige der Ursachen für die geringe Produktivität. Alles in allem war das Niveau der Produktion eher handwerklich und ließ moderne, am Industriestandard ausgerichtete Führungs- und Steuerungsmethoden vermissen. Dem Controlling fehlten die Systematik, eine klare Kommunikation und eindeutige Verantwortlichkeiten. Die unzureichenden Organisationsstrukturen im Projekt- und Risikomanagement verhinderten, Entwicklungen rechtzeitig genug zu erkennen, und verschleierten, dass viele Aufträge negative Deckungsbeiträge und somit Verluste erzielten. Im Vertrieb dominierte die technische Sichtweise, kaufmännische Aspekte kamen häufig zu kurz.

Liquiditätssicherung durch schnelles Handeln
In dieser Situation entwickelte MPower eine 13-wöchige Liquiditätsplanung, die für die kurzfristige Stabilisierung und Liquiditätssicherung sorgte. Darauf bauten die Berater eine integrierte Unternehmens- und Finanzplanung auf unter enger Einbindung der Banken. Parallel dazu wurde die Organisation angepasst, indem leistungswirtschaftliche und organisatorische Maßnahmen konsequent umgesetzt wurden. Interimsweise unterstützte ein Berater von MPower im kaufmännischen Bereich und begleitete die operative Umsetzung.

Mit zielgerichteten Maßnahmen Prozesse optimieren
Auch für die Fertigung wurden auf Basis einer Bestandsaufnahme Konzepte zur Einführung eines Shopfloor-Managements und zur Optimierung Entwicklungen der Produktionsorganisation erarbeitet, wobei die Umsetzungsverantwortung bei der Bereichsleitung lag. Ziel ist es weiterhin, die Überstunden und die Materialquote dauerhaft zu reduzieren. Beim Auftragsmanagement wurden von der Anfrage über die Angebotsphase bis zur Abnahme bei den Kunden sämtliche Prozesse verbessert. Aktivierungen im Vertrieb erhöhten die Deckungsbeiträge. Umfangreich waren auch die Maßnahmen im Bereich Finanzen mit einem Liquiditäts- und Kostenmanagement. Dazu wurden bestehende Tools angepasst, funktionierende Controllingstrukturen eingerichtet und ein Kennzahlensystem aufgebaut. Die Maßnahmeneffekte auf der Umsatz- und Kostenseite wurden als Managementplanung und als Worst-Case-Betrachtung abgebildet.

Mehr Rendite und höheres Ergebnis
Die Restrukturierung brachte bei dem Hersteller das Wachstum und die erforderlichen Organisationsstrukturen in Einklang. Dadurch erreichte das Unternehmen innerhalb von nur zwölf Monaten eine branchenübliche Rendite. Die Weichen sind damit auf ein stabiles Wachstum in der Zukunft gestellt.