Beim Business‑Frühstück Automotive am 29. April 2026 diskutierten Führungskräfte der Zulieferindustrie gemeinsam mit Rico Chmelik (automotive thüringen), Dirk Stoffregen (Commerzbank AG) und Dr. Moritz Diemer (MPower GmbH), wie sich Unternehmen in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld strategisch neu positionieren können.
Sinkende Volumina, steigende Unsicherheit und strukturelle Veränderungen erhöhen den Handlungsdruck für Zulieferer. Im Fokus standen daher praxisnahe Ansätze, wie Unternehmen ihre Geschäftsmodelle stabilisieren und gleichzeitig neue Wachstumsperspektiven erschließen können.
Oliver Gold, Geschäftsführer der SUSPA GmbH, zeigte, wie eng Restrukturierung und Diversifizierung zusammenhängen. Die Transformation der Geschäftsmodelle ist dabei keine Option, sondern die Voraussetzung für langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Im Fokus standen die Öffnung in neue Märkte, die Absicherung der Lieferketten sowie die Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Transformation. Entscheidend ist eine strukturierte Entwicklung neuer Wachstumsideen – ausgehend von bestehenden Kompetenzen und konsequent aus Marktsicht gedacht.
Zugleich wurde deutlich, dass Diversifizierung an Bedeutung gewinnt, um Risiken zu streuen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Voraussetzung für den Erfolg sind klare Fokussierung, passende Kooperationen und eine konsequente Umsetzung.
Der zweite Vortrag von Rico Chmelik richtete den Blick auf die Verteidigungsindustrie als mögliches Wachstumsfeld. Für Zulieferunternehmen eröffnen sich hier Chancen, gleichzeitig prägen spezifische Anforderungen wie Marktzugang, regulatorische Vorgaben und das öffentliche Preisrecht das Geschäft. Defence kann einen Beitrag leisten, um rückläufige Entwicklungen im Automotive‑Geschäft zu kompensieren, ist jedoch keine alleinige Lösung, sondern als Baustein einer breiteren Diversifizierungsstrategie zu verstehen.
Im Ergebnis wird deutlich: Die Transformation der Branche ist in vollem Gange. Erfolgreich sind Unternehmen, die ihre Strukturen konsequent anpassen, neue Märkte fokussiert erschließen und ihre Strategien mit Umsetzungskraft hinterlegen.
Oder, zugespitzt formuliert: Nicht die Strategie selbst ist der Engpass – sondern ihre konsequente Umsetzung.
MPower dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen Austausch und freut sich auf die Fortsetzung des Dialogs.